Vorsicht in Westerland: Kurkarte = Ortsarrest!

Daß man in der Ballermann-Metropole Westerland zwischen betonierten Bettenburgen und Flens-Saufmeile nicht freiwillig seinen gesamten Jahresurlaub verbringen möchte, ist unter Einheimischen und den Touristen, die wegen der Landschaft und nicht wegen New Yorker nach Sylt fahren, relativ gut nachvollziehbar. Aus diesem Grund flüchteten Karin und Rolf B. aus Hürth - beide seit über 35 Jahren treue Gäste der Insel und daher im Besitz einer Jahreskurkarte - für ein paar Wochen in das weitaus attraktivere Rantum, um sich dort von ihrem Urlaub in Westerland zu erholen. Nun muß man zwei Dinge wissen:

  1. Treue Langzeiturlauber passen nicht mehr in das Konzept des modernen Westerländer Tourismus, das ganz klar auf den neuen trendigen Kurzurlauber setzt, der für ein Wochenende per Billigflieger angeflogen kommt, um Geld, Müll und z.T. offene Hotelrechnungen auf der Insel zu lassen.
  2. Die Tatsache, daß "wir hier sieben [...] Gemeindeoberhäupter haben, deren Gehalt ja irgendwie bezahlt werden muss". (lt. Stellvertreter von Peter Douven, Chef des Tourismus-Service Westerland)

Aus diesem Grund hat man sich mit der Jahres-Kurkarte eine Art Ortsarrest ausgedacht, welcher das "Fremdschlafen" in einer anderen Inselgemeinde verbietet und geahndet wird. Ob Karin und Rolf B., denen der ganze Spaß statt 70,- nun insgesamt 280,- Euro gekostet hat, noch einmal weitere 35 Jahre treue Westerland-Gäste sein werden, bleibt fraglich. Aber egal, denn: Sie passen eh nicht mehr in das Konzept...

Wer das ganze noch einmal im Detail nachlesen möchte, dem empfehlen wir die heutige Ausgabe der Sylter Rundschau, in welcher das peinliche Trauerspiel chronologisch in Bild und Text dargestellt wird.


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